Sarah Güsken, operative Projektleitung, smart emma, Institut für Unternehmenskybernetik e.V.

Startschuss ins neue Jahr – Das 3. Dialogforum des Bistums und Domkapitels Aachen

Werte müssen Konstante in sich fortentwickelnder Digitalisierung bleiben – smart emma als Beispiel für werteorientierten digitalen Wandel in Aachen und der Region

smart emma ergreift bereits jetzt die Chance, die der digitale Wandel anbietet. Mit smart emma soll in Aachen bis 2019 das bedeutendste Online-Bestell- und Liefersystem für regionale (Lebensmittel-) Einzelhändler mit e-Commerce-Spezialisten, lokalen Logistikern und Wissenschaft realisiert werden. Deshalb stellte Sarah Güsken vom Institut für Unternehmenskybernetik e.V. das Projekt bei der 3. Dialogtagung des Bistums und des Domkapitels Aachen mit dem Thema „werteorientiert den digitalen Wandel gestalten“ vor. Sie beantwortete Fragen der Teilnehmer rund um das Projekt und betonte die wichtige Rolle, die Projekte wie smart emma für einen gerechten und werteorientierten Wandel der Digitalisierung für Alle spielt.

Fragen des digitalen Wandels

Überall hält er Einzug, verändert unser Leben, macht es leichter, öffnet Türen, vernetzt, macht konkurrenzfähig und hilft Barrieren und Distanzen zu überwinden: der digitale Wandel unseres Alltags. Wir stehen heute auf der Schwelle neuer Entwicklungen und Trends der Digitalisierung – wie können wir sicherstellen, dass wir in diesem Prozess selbstbestimmt ethische Werte etablieren und konstruktiv und kreativ die vielfältigen Chancen, die die Digitalisierung bietet, ergreifen können? Das Bistum und das Domkapitel Aachen luden zur Diskussion dieser Frage 120 Aachener aus örtlichen Verbänden und Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Kirche zu ihrer 3. Dialogtagung in die Citykirche St. Nikolaus ein.

smart emma – digitalen Wandel fair gestalten

Sarah Güsken vom Institut für Unternehmenskybernetik e.V., verantwortlich für die operative Projektleitung von smart emma, nahm teil und stellte das Projekt kurz auf der Bühne und später am Thementisch „Digitale Geschäftsmodelle“ vor. smart emma ist ein erster, konkreter Ansatz für Aachen und die Region auch kleine Lebensmittelhändler von der Digitalisierung profitieren zu lassen und sie zu einer starken, regionalen Konkurrenz für große Konzerne zu wandeln. Und ganz nebenbei entlastet smart emma den städtischen Verkehr in Aachen und schont die Umwelt, dank der Lieferung der Waren per Elektrolastenfahrrad. Am Thementisch „digitale Geschäftsmodelle“, diskutierten Stefan Fritz, Geschäftsführer von synaix, und Sarah Güsken gemeinsam mit den Teilnehmern des Forums. Das Ergebnis: Wir brauchen mehr Offenheit Neuem gegenüber, der digitale Wandel ist eine Chance und wir haben jetzt die Gelegenheit ihn fair für alle zu gestalten. Neben der Diskussion erhielt smart emma viel positiven Zuspruch, begeisterte Zustimmung und Wertschätzung.

Dialogforum Bistum Aachen, Citykirche Aachen, Bildquelle: Bistum Aachen
Dialogforum Bistum Aachen, Citykirche Aachen,
Bildquelle: Bistum Aachen
Ansätze, den digitalen Wandel produktiv umzusetzen

Sehen, Urteilen und Handeln: Mithilfe dieser drei Dimensionen erörterten die Redner das Thema des Abends. Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Generalvikar des Bistums Andreas Frick und dem Domprobst Manfred von Holtum, unter dem Motto „Werteorientiert den digitalen Wandel gestalten“. Professor Frank Piller vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der RWTH Aachen, skizzierte im ersten Vortrag überraschende Aspekte und Fragestellung, die durch die Digitalisierung aufgeworfen werden, wie: Sollte für einen Software-Algorithmus Einkommensteuer bezahlt werden, sobald er beispielsweise die Arbeit eines Übersetzers übernimmt?

Gemeinsam mit Generalvikar Andreas Frick und Professor Joachim Söder von der Katholischen Hochschule Aachen diskutierte er im Anschluss die wirtschaftlichen und ethischen Herausforderungen des digitalen Wandels. „Wenn man am Strand steht und die Flut kommt, nutzt es nichts, Angst zu haben. Sondern, schwimmen zu lernen“, so Söder. Er ermutigte Teilnehmer des Dialogforums, sich nicht vor den Herausforderungen der Digitalisierung zurückzuziehen, sondern sie anzunehmen und produktiv umzusetzen.

Auch Stefan Fritz von synaix trug inhaltlich zum Abend bei. Er zeichnete ein positives Bild von den Chancen der Digitalisierung: Laut Fritz hätten es die Verbraucher in der Hand die Werteorientierung des Handels mitzugestalten. Allerdings dürfen sie dabei nicht in eine, wie er es nennt „Geiz ist Geil- Mentalität“ verfallen, denn ohne faire Bezahlung für neue Datenschutzlösungen können wir keinen besonnenen und sorgfältigen Umgang mit unseren privaten Daten erwarten.

Sarah Güsken und Stefan Fritz am Thementisch "digitale Geschäftsmodelle", Diskussion Zukunft Digitalisierung Bildquelle: Bistum Aachen
Sarah Güsken und Stefan Fritz am Thementisch “digitale Geschäftsmodelle”, Diskussion Zukunft Digitalisierung
Bildquelle: Bistum Aachen
Ein gelungener Abend

Wir bedanken uns im Namen aller smart emma Mitarbeiter und Beteiligten beim Bistum Aachen für den tollen und spannenden Abend in der Citykirche. Wir hatten Spaß, haben produktiv diskutiert und uns wahnsinnig über das viele, positive Feedback gefreut.

Apropos Feedback: Wir brauchen Ihr Feedback als TestkundIn! Seien Sie ab Juli unter den Ersten, die smart emma ausprobieren und helfen Sie uns besser zu werden. Anmeldung hier oder unter smartemmanrw@ifu.rwth-aachen.de